HARD TO DIE___Selda Asal



Opening:  Friday 16 November 2007  7pm 


Paneldiscussion: Sunday 09 December 6pm 

with Selda Asal, Seyran Ates, Stéphane Bauer, Nanna Lüth

moderated by: Verena Rodatus

Finissage:  Saturday 15 December 2007  7pm


–œh a r d  t o  d i e– is Selda Asals fünfter Film des 2004 gestarteten Komplexes RESTORE HOPE und in Zusammenarbeit mit, von Ehrenmord bedrohten und deshalb von ihren Familien geflüchteten Frauen entstanden.

Zentrales Thema ist die Erforschung und Reflektion des Konzeptes Hoffnung, dass unsere Gedanken im täglichen Leben maßgeblich beeinflusst und gestaltet. Asals Arbeit beleuchtet in verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten das Leben der Menschen, denen im Eingeschlossen sein zwischen Leben und Tod die Hoffnung fehlt.

Was ist, wenn dieses Prinzip sich umkehrt, zur Aussichtslosigkeit führt, wenn Hoffnung verschwindet, man selbst –žverschwinden–œ möchte, sich nicht mehr lebend denken kann?


Innerhalb langfristig angelegter, intensiver Arbeitsphasen nähert sich Selda Asal Menschen, die sich am Rande der Hoffnungslosigkeit befinden. Während eines gemeinsam entwickelten Prozesses wird mit künstlerisch- zeichnerischen Mitteln ein Werkzeug, eine –žDritte Sprache–œ etabliert, die den Beteiligten einen Zugang öffnet und ihrer Situation Ausdruck verleiht. Animierte Bilder, Zeichnungen und Symbole ermöglichen, Barrieren der –žSprachlosigkeit–œ zu überwinden, eine eigene Geschichte zu –žerzählen–œ und auf diese Weise ein Stück eigenes Leben zurück zu erobern.

Die Ausstellung zeigt darüber hinaus ergänzend filmische Arbeiten aus dem Projekt Restore Hope,  die in sensiblen Video-Projektionen angelegt sind.


Die Serie RESTORE HOPE setzt sich aus vier verschiedenen Projekten zusammen:

  • Das erste Projekt handelt von 14-18 jaehrigen Madchen, die Selbstmordversuche hinter sich haben.
  • Das zweite Projekt dreht sich um Strassenjungen, die aus ihrer Hoffnungslosigkeit heraus Klebstoff schnueffeln. Sie geben sich den Halluzinationen hin, um darueber den Alltag zu vergessen.
  • Maedchen und Frauen, die durch ihre Familie der Moeglichkeit auf eine Selbstbestimmte Zukunft beraubt werden. Frauen, die vor ihrer Familie fluechten mussten, und mit der Gefahr der Ermordung leben, da sie der Entehrung der Familie beschuldigt werden.

Das erste und zweite Projekt wurde unter anderem in der Istanbuler Bakirkoey Nervenheilanstalt realisiert. Dreharbeiten und Montage haben anderthalb Jahre in Anspruch genommen. In den Jahren 2004 und 2005 stellte Selda Asal mit den so entstandenen Bildern zwei Filme zusammen: 

–œLove is Fake –œ und  –œCompeting with Genies –œ. Die Bilder im Film sind Versuch einer Erzählung über die Zerrissenheit zwischen Liebe und Hoffnung.–œLove is Fake –œ setzt sich aus zwei parallel laufenden, gleichzeitig Projizierten Filmen zusammen. 


With friendly support of Kunstamte Mitte Berlin


more information  www.berlinerpool.de/A/asal/index.htm and www.apartmentproject.com



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